Die Corona Zeit war/ist laaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig, um mal Homer Simpson zu zitieren. Die Einen arbeiten zu viel und die Anderen, so wie ich, zu wenig. Da es nicht genug für mich zu arbeiten gab, nur ab und an ein Coaching oder ein paar Online-Seminare, und unser Haus mittlerweile komplett aufgeräumt ist, und auch die Garage/Werkstatt bis zur letzten Schraube nach Kanban sortiert ist, wurde mir langweilig. 

Das ist nichts, was ich gerne zugebe, aber da man keine Freunde treffen kann, ich kein Volleyball spielen kann und das kulturelle Angebot auch versiegt ist, gibt es im Winter einfach nicht mehr viel zu tun. Ich wollte etwas Konstruktives machen und ein Ziel haben.

Zum Glück schickte mir ein alter Studien- und Schrauberfreund ein Video, das zeigte, wie ein Mann ein altes -wirklich altes- verrostetes Motorrad komplett zerlegt und mit Chemie (entrosten mit Zitronensäure!) und viel Detailwissen liebevoll restauriert. 

Das war meine Inspiration!

Meine Frau meinte darauf hin, ich solle mir doch wieder ein altes Motorrad zum Schrauben zulegen, denn dass habe ich in den Jahren, als unsere Kinder klein waren und wir viel gearbeitet haben, wenig machen können.

Am nächsten Tag war zufällig ein tolles Angebot für eine XS 650 im Internet zu finden und mit einem gemieteten Anhänger fuhr ich los, um mir das Teil mal anzusehen. Das war ein umgebauter Coffee-Racer mit sehr unprofessionell umgebauten Kabelbaum, falschen Vergasern, falschem Tank, etc. und natürlich fuhr die XS nicht.

Liebe auf den ersten Blick! 

Das Moped wurde gekauft und nach Hause gebracht. Weiter auf den nächsten Seiten…